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Verwaltungsgemeinschaft
Lisberg
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Resolution an die Abgeordneten im Bayerischen Landtag

 

Wie bekannt sein dürfte, ist der Bestand unserer Hauptschule in Priesendorf-Lisberg gefährdet.

Die betroffenen Bürgermeister wollen durch verschiedene Aktionen die Auflösung der Teilhauptschulen verhindern. Die folgende Resolution soll der Staastregierung übermittelt werden. Um diese Forderung zu bestärken, läuft gegenwärtig auch eine Unterschriftenaktion. Bitte tragen Sie sich in diese Unterschriftenlisten ein, die in der Verwaltungsgemeinschaft Lisberg, Zimmer Nr. 4 aufliegen. sie können sich außerdem bei der Metzgerei Bischof, bei der Bäckerei Brust ind im Nahkaufzentrum Trabelsdorf und am Dienstag, den 01.März 2005 während der Amtsstunden in Lisberg von 18:00 bis 19:00 Uhr eintragen. Weitere Eintragungsmöglichkeiten bestehen in Priesendorf bei der Metzgerei Dittrich, Lebensmittelgeschäft Zillig, im Vereinsheim des SV Priesendorf, Gaststätte Schrüfer und in der Gaststätte Utzmann, Neuhausen.

Deusel, Gemeischaftsvors.
u. stellv. Schulverbandsvors.
Raab, 1. Bgm.
und Schulverbandsvors


Resolution an die Abgeordneten im Bayerischen Landtag

 

Erhaltet die Teilhauptschulen!

Mit Erstaunen und Befremden haben wir davon Kenntnis genommen, dass mit aller Gewalt - fast schon handstreichartig - die Abschaffung der Teilhauptschulen in Bayern betrieben wird bzw. der Landtagsbeschluss vom 22.07.2004 vom Kultusministerium under Bezirksregierung in äußerst exzessiver Weise ausgelegt wird.

Dabei sollen zugunsten des abstrakten Prinzips der "Einheit" der Hauptschule wesentliche pädagogische Vorteile der Teilhauptschulen, wie überschaubare Einheiten, kleinere Klassen, Nähe zum Wohnort, Nähe zum Elternhaus und größere Identifikation mit der Schule, geopfert werden.

Wir sind der Ansicht, dass die pädagogischen Nachteile die wenigen kaum greifbaren Vorteile überwiegen werden, und sind erstaunt, in welcher Weise die bewährte Einrichtung der Teilhauptschule schlecht geredet wird.

Während der Freistaat Bayern durch die Auflösung der Teilhauptschulen Geld für Lehrstellen spaen will, haben die Gemeinden bzw. alle Gemeindebürger mit steigenden Kosten zu rechnen, und zwar für die Schülerbeförderung über weitere Strecken, für Neubauten, für die Bewirtschaftung leer stehender Schulgebäude, um nur einige zu nennen.

Es kann nicht sein, dass auf diese Weise die finanzielle Belastung der Gemeinden noch weiter zunimmt.

Die Schließung der Teilhauptschulen ist unserer Meinung nach nur der erste Schritt zu einer totalen Umkrempelung der Schullandschaft, die zu Mammutschulen in vergleichsweise wenigen Schulstandorten führen wird.

Ob das eine Aufwertung der Hauptschulen bringt, ist fraglich, die weitere Schwächung des ländlichen Raumes aber ist sicher.

Wir fordern die Abgeordneten des Bayerischen Landtags auf, von der übereilten Aufgabe der Teilhauptschulen Abstand zu nehmen.

Alle Entscheidungen im schulischen Bereich sollen zudem in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit von staatliche Stellen, Kommunen und eltern getroffen werden und der Kooperation der Vorzug vor Zentralisierung und Schulauflösung gegeben werden.

Vor allem dürfen bewährte pädagogische Konzepte nicht zugunsten fragwürdiger Neuerungen aufgegeben werden.

Unterzeichner
Gemeinde AltendorfWolfgang Rössler, 1. Bgm.
Markt ButtenheimHans Kalb, 1. Bgm.
Gemeinde KemmernRüdiger Gerst, 1. Bgm.
Gemeinde LisbergPeter Deusel, 1. Bgm.
Gemeinde PommersfeldenHans Beck, 1. Bgm.
Gemeinde PriesendorfWerner Raab, 1. Bgm.
Gemeinde SchönbrunnHans Baier, 1. Bgm.
Gemeinde Viereth-TrunstadtEdwin Mahr, 1. Bgm.