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Erhaltet die Teilhauptschulen! Mit Erstaunen und Befremden haben wir davon Kenntnis genommen, dass mit aller Gewalt - fast schon handstreichartig - die Abschaffung der Teilhauptschulen in Bayern betrieben wird bzw. der Landtagsbeschluss vom 22.07.2004 vom Kultusministerium under Bezirksregierung in äußerst exzessiver Weise ausgelegt wird. Dabei sollen zugunsten des abstrakten Prinzips der "Einheit" der Hauptschule wesentliche pädagogische Vorteile der Teilhauptschulen, wie überschaubare Einheiten, kleinere Klassen, Nähe zum Wohnort, Nähe zum Elternhaus und größere Identifikation mit der Schule, geopfert werden. Wir sind der Ansicht, dass die pädagogischen Nachteile die wenigen kaum greifbaren Vorteile überwiegen werden, und sind erstaunt, in welcher Weise die bewährte Einrichtung der Teilhauptschule schlecht geredet wird. Während der Freistaat Bayern durch die Auflösung der Teilhauptschulen Geld für Lehrstellen spaen will, haben die Gemeinden bzw. alle Gemeindebürger mit steigenden Kosten zu rechnen, und zwar für die Schülerbeförderung über weitere Strecken, für Neubauten, für die Bewirtschaftung leer stehender Schulgebäude, um nur einige zu nennen. Es kann nicht sein, dass auf diese Weise die finanzielle Belastung der Gemeinden noch weiter zunimmt. Die Schließung der Teilhauptschulen ist unserer Meinung nach nur der erste Schritt zu einer totalen Umkrempelung der Schullandschaft, die zu Mammutschulen in vergleichsweise wenigen Schulstandorten führen wird. Ob das eine Aufwertung der Hauptschulen bringt, ist fraglich, die weitere Schwächung des ländlichen Raumes aber ist sicher. Wir fordern die Abgeordneten des Bayerischen Landtags auf, von der übereilten Aufgabe der Teilhauptschulen Abstand zu nehmen. Alle Entscheidungen im schulischen Bereich sollen zudem in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit von staatliche Stellen, Kommunen und eltern getroffen werden und der Kooperation der Vorzug vor Zentralisierung und Schulauflösung gegeben werden. Vor allem dürfen bewährte pädagogische Konzepte nicht zugunsten fragwürdiger Neuerungen aufgegeben werden. | Unterzeichner | | | Gemeinde Altendorf | Wolfgang Rössler, 1. Bgm. | | Markt Buttenheim | Hans Kalb, 1. Bgm. | | Gemeinde Kemmern | Rüdiger Gerst, 1. Bgm. | | Gemeinde Lisberg | Peter Deusel, 1. Bgm. | | Gemeinde Pommersfelden | Hans Beck, 1. Bgm. | | Gemeinde Priesendorf | Werner Raab, 1. Bgm. | | Gemeinde Schönbrunn | Hans Baier, 1. Bgm. | | Gemeinde Viereth-Trunstadt | Edwin Mahr, 1. Bgm. |
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