Sanierungsarbeiten an der Wasserversorgung Wasserzweckverband Weißberggruppe: VG Lisberg

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Kapelle und Frosch

Sanierungsarbeiten an der Wasserversorgung Wasserzweckverband Weißberggruppe

Informationen zu den Sanierungsarbeiten

Zukunftssichere Trinkwasserversorgung in unserem Versorgungsgebiet

Warum Verbesserungsbeiträge erhoben werden

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

sauberes Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Damit auch in Zukunft jederzeit ausreichend und hygienisch einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung steht, investiert der Wasserzweckverband zur Versorgung der Weißberggruppe in den kommenden beiden Jahren umfangreich in die Erneuerung seiner Wasserversorgungsanlagen.

Viele Leitungen und technische Anlagen stammen aus einer Zeit, in der die Anforderungen an Versorgungssicherheit, Hygiene und Technik deutlich geringer waren als heute. Zwar wurden die Anlagen regelmäßig gewartet und Instand gesetzt, dennoch erreichen viele Bauteile mittlerweile das Ende ihrer technischen Lebensdauer.

Hinzu kommen steigende gesetzliche Anforderungen sowie der Anspruch, auch bei zunehmendem Wasserverbrauch und in Trockenperioden eine sichere Versorgung gewährleisten zu können.

Die jetzt begonnenen Sanierungsmaßnahmen dienen deshalb nicht nur der Erhaltung der bestehenden Infrastruktur, sondern machen unsere Trinkwasserversorgung langfristig leistungsfähig, wirtschaftlich und zukunftssicher.

Matthias Krapp
1. Bürgermeister Gemeinde Priesendorf
Verbandsvorsitzender Zweckverband zu Versorgung der Weißberggruppe

Welche Maßnahmen werden umgesetzt?

Im Rahmen der staatlichen Förderinitiative RZWas 2021 werden unter anderem folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Erneuerung von rund 3,2 Kilometern Hauptwasserleitungen einschließlich zahlreicher Hausanschlüsse in Priesendorf, Neuhausen und Dankenfeld.
  • Vollständige Sanierung des Hochbehälters Priesendorf I mit neuer hygienischer Auskleidung, moderner Rohrtechnik und aktueller Sicherheits- und Lüftungstechnik.
  • Abschluss der Sanierung des Hochbehälters Dankenfeld.
  • Modernisierung der Pumpwerke und Druckerhöhungsanlagen zur Verbesserung der Versorgungssicherheit und Energieeffizienz.
  • Erneuerung weiterer Leitungsabschnitte im Zuge der Straßensanierung.

Die Gesamtmaßnahme hat bereits am 27. Juli 2026 begonnen und wird voraussichtlich Ende 2027 abgeschlossen.

Hohe staatliche Förderung entlastet die Bürger

Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf rund 3,34 Millionen Euro.

Dank der Förderung über die Richtlinie für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWas 2021) erhält der Wasserzweckverband Zuschüsse des Freistaates Bayern von voraussichtlich rund 1,45 Millionen Euro.

Je nach Maßnahme übernimmt der Freistaat

  • 40 % der Kosten für die Sanierung der Wasserleitungen sowie
  • 70 % der Kosten für die Erneuerung der technischen Anlagen.

Dadurch reduziert sich der auf die Grundstückseigentümer umzulegende Aufwand erheblich.

Warum müssen Verbesserungsbeiträge erhoben werden?

Nach dem Kommunalabgabengesetz sind Wasserzweckverbände verpflichtet, erhebliche Investitionen in die Verbesserung ihrer Wasserversorgung über sogenannte Verbesserungsbeiträge oder über Wassergebühren zu finanzieren.

Die Verbandsversammlung des Wasserzweckverbandes hat beschlossen, den umlagefähigen Aufwand in Höhe von rund 1,885 Millionen Euro

  • zu 90 % über einmalige Verbesserungsbeiträge und
  • zu 10 % über die laufenden Wassergebühren zu finanzieren.

Mit dieser Entscheidung werden die regelmäßigen Wassergebühren dauerhaft deutlich geringer belastet, als wenn die gesamten Investitionen ausschließlich über den Wasserpreis finanziert würden.

Wie erfolgt die Beitragserhebung?

Die Verbesserungsbeiträge werden nicht auf einmal erhoben, sondern in mehreren Schritten:

  • Ende August 2026 erfolgt ein erster Vorauszahlungsbescheid mit einer Zahlungsfrist von 30 Tagen.
  • Ein zweiter Vorauszahlungsbescheid ist im Frühjahr 2027 vorgesehen.
  • Nach Abschluss sämtlicher Bauarbeiten erfolgt voraussichtlich Ende 2027 die endgültige Abrechnung durch einen Schlussbescheid. Bereits geleistete Vorauszahlungen werden selbstverständlich angerechnet.

Wie wird der Beitrag berechnet?

Der Verbesserungsbeitrag berechnet sich nach der Grundstücksfläche und nach der Geschossfläche. Die Geschossfläche berechnet sich nach den Außenmaßen der Gebäude in den ausgebauten Geschossen. Der Keller wird mit der vollen Flächen herangezogen. Dachgeschosse werden nur herangezogen, soweit sie ausgebaut sind. Für die Berechnung der Dachgeschossfläche werden 2/3 der Fläche des darunter liegenden Geschosses angesetzt.

Wie hoch sind die Beitragssätze?

Die Beitragssätze sind in der Beitragssatzung für die Verbesserung und Erneuerung der Wasserversorgungseinrichtung (VES-WAS) des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Weißberggruppe geregelt.

Derzeit betragen die Beitragssätze

pro qm Grundstücksfläche                   0,73 €
pro qm Geschossfläche (Außenmaß)   3,25 €

Wie berechnet sich der Verbesserungsbeitrag? Ein Berechnungsbeispiel

Die Grundstücksfläche beträgt 800 qm und die Geschossfläche (Außenmaß) beträgt 450 qm.

Grundstücksfläche:   800 qm   x   0,73 €/qm   =    584,00 €
Geschossfläche:        450 qm   x   3,25 €/qm   = 1.462,50 €

Zwischensumme:                                                 2.046,50 €

+ gesetzliche MWSt. (7 %)                                     143,26 €

Beitragspflicht gesamt                                               2.189,76 €


Klicken Sie hier um zu einer Musterberechnung für die Geschossflächenberechnung zu gelangen.

  

Umfangreiche Bauarbeiten bis Ende 2027

Derzeit laufen die Arbeiten im ersten Bauabschnitt entlang der Ortsdurchfahrt Priesendorf. Dabei werden die Hauptwasserleitung sowie sämtliche Hausanschlüsse erneuert.

Ab Frühjahr 2027 folgen im zweiten Bauabschnitt weitere Leitungsarbeiten im westlichen Bereich der Hauptstrasse sowie in den Gemeindestraßen FelsenkellerBergleinFischergasseWeißbergstraße und Schmiedsgrund. Parallel dazu werden die Sanierungsarbeiten am Hochbehälter fortgesetzt. In Dankenfeld wird schließlich die Wasserleitung im Von-Kalb-Ring erneuert und die Sanierung des Hochbehälters abgeschlossen.

Transparenz ist uns wichtig

Die bevorstehenden Baumaßnahmen und die Erhebung der Verbesserungsbeiträge stellen für viele Grundstückseigentümer eine finanzielle und organisatorische Belastung dar. Gleichzeitig schaffen wir mit diesen Investitionen die Grundlage für eine sichere, moderne und leistungsfähige Trinkwasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte.

Der Wasserzweckverband Weißberggruppe wird Sie während der gesamten Bauzeit regelmäßig über den Fortgang der Arbeiten sowie über alle weiteren Schritte informieren. 

Abholung der Müllbehälter und "Gelben Säcke"

Im Zuge der Sanierung der Trinkwasserleitung sind Straßensperrungen zwingend erforderlich. Dadurch kann die Müllabfuhr die Müllbehälter und den Gelben Sack nicht wie gewohnt vor der Haustüre abholen. 

Aus diesem Grunde wurde die Sanierungsmaßnahme in zwei Bauabschnitten durchgeführt:

Bauabschnitt 1:
Vom Knotenpunkt der Staatsstraße St 2276/Hauptstraße und der Kreisstraße BA 17/Weißbergstraße bis zur Einmündung der Schindsgasse in die Kreisstraße BA 17.

Bauabschnitt 2:
Von der Einmündung der Schindsgasse in die Kreisstraße BA 17 bis zum Ortsende Priesendorf in Richtung Kirchaich (Frühjahr 2027).

Die Betroffenen Anwohner haben von der Verwaltung ein entsprechendes Schreiben hinsichtlich der Regelung zur Müllentsorgung erhalten.

Die reguläre Abholung der Müllgefäße wird so lange wie möglich aufrechterhalten. Aufgrund des Baufortschritts kann es jedoch kurzfristig erforderlich werden, für die betroffenen Anwesen eine zentrale Sammelstelle für die Müllabfuhr einzurichten.

Die jeweilige Sammelstelle wird durch die ausführende Baufirma entsprechend gekennzeichnet. Sobald die Nutzung einer Sammelstelle erforderlich wird, sind die Müllgefäße Windel- und Gelben Säcke von Ihnen oder einer von Ihnen beauftragten Person spätestens bis 16:00 Uhr am Vortag der jeweiligen Abholung an der ausgewiesenen Sammelstelle bereitzustellen.

Sobald die Einrichtung einer Sammelstelle erforderlich wird, werden wir Sie hierüber nochmals gesondert informieren.

Wir bitten bereits jetzt um Ihr Verständnis für die mit der Baumaßnahme verbundenen Einschränkungen und bedanken uns für Ihre Mithilfe und Unterstützung bei einem möglichst reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten.

Für Rückfragen oder bei Unklarheiten stehen Ihnen die Verwaltung sowie Ihr Bürgermeister, Herr Krapp, gerne zur Verfügung.

Fragen und Antworten zur Trinkwassersanierung (FAQ)

Frage 1: Warum investieren wir überhaupt?

„Unsere Wasserversorgung funktioniert doch – warum wird jetzt so viel gebaut?"

Diese Frage hören wir häufig. Tatsächlich leisten unsere Anlagen seit vielen Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst. Doch Wasserleitungen, Hochbehälter und Pumpwerke altern – genau wie Straßen oder Gebäude.

Hinzu kommen deutlich höhere Anforderungen an Hygiene, Versorgungssicherheit und Energieeffizienz. Gleichzeitig möchten wir auch in Zukunft an heißen Sommertagen oder bei höherem Wasserverbrauch jederzeit ausreichend Trinkwasser bereitstellen können.

Mit der jetzigen Sanierung investieren wir deshalb nicht in Luxus, sondern in die langfristige Sicherung unserer Trinkwasserversorgung.

Ein weiterer Vorteil: Durch die staatliche Förderung über das Programm RZWas2021 übernimmt der Freistaat Bayern einen erheblichen Teil der Kosten. Eine solche Fördermöglichkeit bietet sich nicht beliebig oft.

Unser Ziel ist klar: Auch kommende Generationen sollen sich darauf verlassen können, dass jederzeit hochwertiges Trinkwasser aus dem Wasserhahn kommt.

 

Frage 2: Warum müssen Verbesserungsbeiträge bezahlt werden?

Viele Bürger fragen sich, weshalb neben den Wassergebühren zusätzlich Verbesserungsbeiträge erhoben werden.

Die Antwort liegt im Kommunalabgabengesetz. Werden öffentliche Wasserversorgungsanlagen grundlegend verbessert oder erneuert, können die Investitionskosten über einmalige Verbesserungsbeiträge finanziert werden.

Die Verbandsversammlung hat entschieden, 90 % der umlagefähigen Investitionen über Verbesserungsbeiträge und lediglich 10 % über die Wassergebühren zu finanzieren.

Der Vorteil: Die laufenden Wassergebühren bleiben dadurch dauerhaft niedriger, als wenn sämtliche Investitionen ausschließlich über den Wasserpreis bezahlt würden.

 

Frage 3: Wie wird mein Beitrag eigentlich berechnet?

Der Verbesserungsbeitrag wird nicht nach dem tatsächlichen Wasserverbrauch berechnet.

Maßgeblich sind vielmehr die gesetzlichen Vorgaben der Beitrags- und Gebührensatzung.

Die Berechnung erfolgt nach

  • der Grundstücksfläche und
  • der vorhandenen bzw. zulässigen Geschossfläche.

Damit wird berücksichtigt, welchen Vorteil ein Grundstück dauerhaft aus der verbesserten Wasserversorgung zieht.

Die Berechnung ist deshalb von Grundstück zu Grundstück unterschiedlich.

 

Frage 4: Muss ich bezahlen, obwohl bei meinem Haus gar nicht gebaut wird?

Diese Frage wird besonders häufig gestellt.

Ja.

Verbesserungsbeiträge beziehen sich nicht auf einzelne Straßen oder Hausanschlüsse, sondern auf die gesamte öffentliche Wasserversorgungseinrichtung.

Alle angeschlossenen Grundstücke profitieren davon, dass

  • die Versorgung sicherer wird,
  • moderne Hygienestandards erfüllt werden,
  • Pumpwerke erneuert werden,
  • Hochbehälter saniert werden und
  • das Leitungsnetz leistungsfähiger wird.

Der Vorteil entsteht also für das gesamte Versorgungsgebiet.

 

Frage 5: Was passiert mit meinem Geld?

Die Verbesserungsbeiträge fließen ausschließlich in die Erneuerung der Wasserversorgung.

Dazu gehören unter anderem:

  • die Erneuerung von rund 3,2 Kilometern Wasserleitungen,
  • die Sanierung des Hochbehälters Priesendorf,
  • der Abschluss der Sanierung des Hochbehälters Dankenfeld,
  • die Modernisierung mehrerer Pumpwerke,
  • neue Steuerungs- und Sicherheitstechnik sowie
  • die Erneuerung zahlreicher Hausanschlüsse.

Jeder investierte Euro dient dazu, die Trinkwasserversorgung langfristig sicher, hygienisch und zuverlässig zu erhalten.

 

Frage 6: Warum wird gerade jetzt gebaut?

Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich: „Warum muss die Sanierung ausgerechnet jetzt erfolgen? Hätte man das nicht noch einige Jahre verschieben können?"

Die Antwort lautet: Jetzt ist der richtige und wirtschaftlich sinnvollste Zeitpunkt.

Ein großer Teil unserer Wasserleitungen, Hochbehälter und technischen Anlagen ist bereits viele Jahrzehnte in Betrieb. Zwar werden diese regelmäßig gewartet und instand gehalten, dennoch erreichen zahlreiche Bauteile inzwischen das Ende ihrer technischen Lebensdauer. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Trinkwasserhygiene, Versorgungssicherheit und Energieeffizienz in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Hinzu kommt ein weiterer entscheidender Punkt: Der Freistaat Bayern unterstützt die Sanierung über das Förderprogramm RZWas 2021 in außergewöhnlich hohem Umfang. Für die Maßnahmen des Wasserzweckverbandes Weißberggruppe werden voraussichtlich rund 1,45 Millionen Euro an staatlichen Fördermitteln bereitgestellt. Je nach Maßnahme werden 40 Prozent der Kosten für Leitungserneuerungen und sogar 70 Prozent der Kosten für die Sanierung der Hochbehälter und technischen Anlagen übernommen.

Diese Fördermittel entlasten die Grundstückseigentümer ganz erheblich. Würden die Sanierungen erst in einigen Jahren durchgeführt, wäre keineswegs sicher, dass eine vergleichbare Förderung dann noch zur Verfügung steht. Im Gegenteil: Ohne diese Zuschüsse müssten die Investitionskosten zu einem deutlich größeren Teil von den Gebührenzahlern und Grundstückseigentümern getragen werden.

Deshalb hat sich die Verbandsversammlung bewusst dafür entschieden, die notwendigen Maßnahmen jetzt umzusetzen. So sichern wir nicht nur die Trinkwasserversorgung für die kommenden Jahrzehnte, sondern nutzen gleichzeitig eine einmalige Förderkulisse, die unsere Bürgerinnen und Bürger finanziell spürbar entlastet.

Kurz gesagt: Wer notwendige Investitionen rechtzeitig umsetzt und vorhandene Fördermittel nutzt, handelt wirtschaftlich und verantwortungsvoll. Genau das ist das Ziel der aktuellen Trinkwassersanierung.

 

Sie haben weitere Fragen?
Transparenz ist uns wichtig. Deshalb beantworten wir in jeder Ausgabe des Mitteilungsblattes eine weitere häufig gestellte Frage zur Trinkwassersanierung und zur Erhebung der Verbesserungsbeiträge. Selbstverständlich stehen Ihnen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sowie die Verantwortlichen des Wasserzweckverbandes gerne persönlich für Auskünfte zur Verfügung.