Sehenswürdigkeiten: VG Lisberg

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Kapelle und Frosch

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Priesendorf

Pfarrkirche St. Bartholomäus

Dominierend im Ortsbild ist die Pfarrkirche St. Bartholomäus. Entstanden ist sie in den dreißiger Jahren und steht wie eine Burg inmitten des Ortes. Interessant ist die Architektur: ein wuchtiger, über Eck gestellter Turm, gekrönt von einem Faltdach.

Im Inneren bestimmt ein weiter Chorbogen das geräumige Kirchenschiff. Die Kombination alter und neuer Kunstwerke vermitteln im Kirchenraum einen ausgewogenen Gesamteindruck.

Eine alte Grabplatte an der nördlichen Außenwand der Kirche erinnert an die Schönbornzeit: der Stifter des ersten Kirchenbaus, ein Jäger Gregel, fand hier sein Grab.

Marienkapelle

Aus dem 18. Jahrhundert stammt die Marienkapelle mit dem Wallfahrtsbild der thronenden Muttergottes (15. Jahrhundert). Von einer Abendmahlgruppe blieb nur die Christusbüste übrig, als deren Schöpfer Hans Nußbaum gilt. Unverkennbar ist der Einfluß Dürers!

Die Marienkapelle in der Priesendorfer Hauptstraße steht nach drei Monaten Renovierungszeit ab November 2010 wieder für ungestörte Gebete und Andachten zur Verfügung. 

Fast bescheiden steht sie da, an der Hauptstraße 20 nahe dem Friedhof in Priesendorf. Dabei beherbergt die Marienkapelle einen Schatz: eine thronende Muttergottes, die auf ihrem Kopf eine Krone und auf ihrem Schoß das Kind trägt. Geschaffen wurde die Statue um das Jahr 1500 herum, erläutert Willi Tröster. "Nicht das Material, aus dem sie hergestellt wurde, sondern ihr Alter macht sie so wertvoll", sagt der Kirchenverwalter.

40 Jahre nach der letzten Renovierung war die Wallfahrtskirche stark verrußt und verschmutzt. Innen wie außen wurden daher in den letzten Monaten Risse beseitigt, die Steine gesäubert, bearbeitet und erhielten einen neuen Anstrich. Auch das Dachgebälk, der Glockenturm und die dazugehörigen Schallläden wurden saniert. Dabei entdeckten die Arbeiter auf der großen bronzenen Glocke die Inschrift "Johannes 1730".

Betritt man die sanierte Marienkapelle, bemerkt man sofort einige Veränderungen. In der Luft liegt noch der Duft des Leinöls, mit dem die Kassettendecke, die Podeste und Kirchenbänke behandelt wurden. Auch die Polster sind neu, ein blassroter Beerenton bringt dezent etwas Farbe in den jetzt so hellen Raum. Die Innenwände wurden in Absprache mit dem erzbischöflichen Ordinariat und dem Amt für Ländliche Entwicklung weiß getüncht und grau abgesetzt. "Es versteht sich von selbst, dass hier keine Farbe aus dem Baumarkt, sondern ein biologisch abbaubarer Anstrich aufgetragen wurde", merkt Willi Tröster an.